Gerhard Günther - Mitglied des Thüringer Landtages
08.06.2011 09:38 Alter: 347 days

Wirtschaftspolitiker Gerhard Günther (CDU) zur Leiharbeit: Zeitarbeit nicht anhaltend diffamieren

Rubrik: Pressemitteilungen

Erfurt - "Die Leiharbeit bleibt für viele Betriebe unverzichtbar und gibt Menschen eine Chance zur Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt." Das hat der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Gerhard Günther, heute zur neu entfachten Debatte über die Leiharbeit gesagt. Als Hebel, ein Ausufern der Leih- oder Zeitarbeit einzuschränken, sieht Günther die gesetzliche Lohnuntergrenze für die Leiharbeit. Scharf verurteilte er in diesem Zusammenhang Unterschiede zwischen Ost und West "Die Bundespolitik ist gefordert, diese nach 20 Jahren längst überholten Unterschiede im Lohngefüge endlich zu beenden", so der Wirtschaftspolitiker.

"Der Missbrauch von Leiharbeit muss verhindert, jedoch darf diese Branche auch nicht anhaltend diffamiert werden", sagte der Wirtschaftspolitiker und unterstrich noch einmal, dass die Unternehmen in Thüringen verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen. Die Zeitarbeit werde auch in Zukunft ein ergänzendes Instrument auf dem Arbeitsmarkt bleiben, mit dem Unternehmen kurzfristig agieren könnten. Eine Chance ist sie laut Günther vor allem für Arbeitslose, die keine Leistungen der Bundesagentur beziehen und somit auch nicht von ihr betreut werden. "Diesen Weg der Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt sollte man nicht verbauen", sagte der Landtagsabgeordnete.

Zugleich appellierte er an die Wirtschaft, selbst mehr für die Akzeptanz der Leiharbeit zu tun. "Die Unternehmen haben es teilweise selbst in der Hand, das Misstrauen gegen diese Beschäftigungsform abzubauen, in dem sie die Ausnahme bleibt und Leiharbeiter auch eine Chance erhalten, in die Stammbelegschaften übernommen zu werden." Entscheidend sei aus Sicht der Beschäftigten, "dass sich nicht der Eindruck festsetzt: einmal Leiharbeiter - immer Leiharbeiter", so Günther wörtlich.