Gerhard Günther - Mitglied des Thüringer Landtages
07.04.2010 13:03 Alter: 2 yrs

Mit mehr Anreizen gegen den Ärztemangel - Sonderkreditprogramm für junge Mediziner

Rubrik: Pressemitteilungen

Erfurt – „Mit einem Sonderkreditprogramm könnten weitere Anreize für junge Mediziner geschaffen werden, sich in unterversorgten Regionen niederzulassen.“ Das sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gerhard Günther, heute in Erfurt zur derzeitigen Diskussion um den Ärztemangel. 

„Zu den bereits bestehenden Fördermöglichkeiten für junge Ärzte und Initiativen der Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Thüringen müsste aus meiner Sicht ein Sonderkreditprogramm des Landes für junge Mediziner zur Übernahme einer Landarztpraxis aufgelegt werden. Damit könnte ein weiterer nicht unerheblicher Anreiz geschaffen werden. Die wirtschaftliche Last einer neuzugründenden Hausarztpraxis ist erheblich und schreckt viele junge Mediziner ab“, so Günther.

Der CDU-Wirtschaftspolitiker weiter: „Medizinstudenten und Jungmedizinern fehlt die Motivation zu einer Niederlassung in wenig besiedelten und unattraktiven Regionen. Sie scheuen das mit der Einrichtung einer Praxis verbundene Investitionsrisiko, befürchten eine schlechtere Bezahlung mit einem geringeren Anteil privat versicherter Patienten und sehen weniger Arbeitsplatzangebote und Karrierechancen für den Lebenspartner.“

Aus diesem Grund plädiert Gerhard Günther für eine intensive Struktur-, Wirtschafts-, Kultur- und Imageförderung der von einer Unterversorgung bedrohten gerade ländlichen Gebieten. Es gebe genug Instrumente, um das entsprechende Umfeld für junge Ärzte zu schaffen. Diese müssten allerdings gezielt - wie beim Stadtumbau und bei Dorferneuerungen, beim Straßenausbau oder auch bei der erleichterten Vereinbarung von Familie und Beruf für junge Medizinerinnen durch die Kita-Novelle  - eingesetzt werden. „Nicht allein die finanziellen Anreize sind entscheidend. Auch Faktoren der Lebensqualität und des regionalen Umfelds spielen eine große Rolle und sollten bei der Debatte um den Ärztemangel beachtet werden“, so Günther abschließend.