Gerhard Günther - Mitglied des Thüringer Landtages

Kommende Termine

Keine Termine gefunden

06.01.2012 11:20 Alter: 134 days

Günther fordert faire Vergabe der Mittel für die touristische Infrastruktur. Große Effekte mit vergleichsweise geringen Mitteln möglich

Rubrik: Pressemitteilungen

Erfurt - Die Bindung eines großen Teils der Mittel für die touristische Infrastrukturentwicklung an Stadionbauten in Erfurt und Jena darf nicht dazu führen, "dass Investitionen in touristische Projekte nicht möglich sind, bei denen mit vergleichsweise geringen Ausgaben große regionale Effekte im Fremdenverkehr erzielt werden könnten". Das hat der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Gerhard Günther, heute in Erfurt erklärt. Als Beispiele für derartige Projekte nannte er die ausstehenden Arbeiten am Schloss Schwarzburg und die Wiedererrichtung der Brücke Linkemühle am Hohenwartestausee. Vom zuständigen Fachminister Matthias Machnig erwartet Günther, "dass die für die touristische Infrastruktur vorgesehenen Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe >Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur< auch für regional wichtige Investitionsvorhaben verwendet werden."

Günther stellt nicht in Abrede, dass Stadien, die zu Veranstaltungsarenen umgebaut werden, wirtschaftliche und touristische Effekte haben können. Nach seinen Worten "setzt sich jedoch der Eindruck fest, dass der Wirtschaftsminister die Städte Erfurt und Jena geradezu drängen muss, die Anträge endlich zu stellen, während andere Vorhaben es schwer haben, beachtet zu werden", monierte der wirtschaftspolitische Sprecher. "Wenn man schon die Bezeichnung von Stadien ändert, damit das Vorhaben am Ende irgendwie zur Förderrichtlinie passt, dann ist es nur legitim, auch Projekte zu fördern, die eindeutig touristischen Charakter haben", so Günther.

Der Landtagsabgeordnete nannte zwei Beispiele, die jeweils für rund ein Zehntel der für die Stadien geplanten Summe von 50 Millionen Euro realisiert werden könnten. Schloss Schwarzburg ist nach seinen Worten ein national bedeutsames Denkmal, das mit dem Zeughaus und seiner historischen Waffensammlung "einen einzigartigen Schatz birgt. Um ihn zu heben, muss noch ein Museum eingerichtet und das Torhaus saniert werden. Kostenpunkt: gut 5 Millionen Euro, und es gäbe einen Grund mehr, die Schwarzburg zu besuchen, die zu den Erinnerungsorten der Demokratie in Deutschland gehört", so Günther.

Als weiteres Beispiel nannte er das Thüringer Meer, "denn Thüringen kann auch noch mehr aus seinen Flüssen und Seen machen. Nachdem die Anrainergemeinden, wie vom Minister gefordert, in einer Arbeitsgemeinschaft stärker kooperieren, erwarten sie jetzt zu Recht mehr Unterstützung. Es gilt ein großes touristisches Potential zu entfalten. Der Wiederaufbau der Linkenmühlenbrücke wäre schon mal ein guter Anfang. Kostenpunkt: rund 5 Millionen Euro" so Günther. Er hoffe, dass es nicht bei den reichlich abgegebenen Lippenbekenntnissen bliebe und das Ministerium endlich handle.

Abschließend sagte der Abgeordnete und Wirtschaftspolitiker: "Niemand hat etwas gegen die Förderung des Sports und des Thüringer Spitzenfußballs, aber wir dürfen darüber nicht vergessen, dass Thüringen noch so viel mehr ist. Hier sind zwei Beispiele. Mit geringem Aufwand wären die zwei Regionen endlich touristisch im Fokus, wie man es schon so lange versprochen hat."