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Gerhard Günther unterstützt Forderung nach höherer Tarifbindung
Rubrik: PressemitteilungenErfurt - "Die CDU Fraktion im Thüringer Landtag lehnt weiter einen staatlich verordneten, flächendeckenden Mindestlohn ab, setzt sich aber für ein Mindesteinkommen ein." Das sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Gerhard Günther zur erneut angestoßenen Diskussion um den Mindestlohn. Der CDU Politiker sieht in der Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn und der gleichzeitigen Betonung der Tarifautonomie einen Widerspruch. "Wenn wir es schaffen, dass sich mehr Thüringer Unternehmen an die ausgehandelten Tarife binden, brauchen wir keinen Mindestlohn", so der Unionspolitiker.
Gleichzeitig führt Günther aber an, dass das Lohnniveau in Thüringen auf einem niedrigen Niveau stehe und die Notwendigkeit eines Aufholprozesses in diesem Bereich ohne Zweifel notwendig sei. "Bei einem Wirtschaftswachstum von 4 % müssen die Unternehmer erkennen, dass sie ihre Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben lassen sollten. Dies ist das beste Mittel, um dem Fachkräftemangel in Thüringen entgegen zu wirken", sagte Günther.
Erste und wichtigste Forderung der CDU in Thüringen sei die Angleichung der Tariflöhne in Ost- und Westdeutschland. Unterschiede seien mehr als 20 Jahre nach der Deutschen Einheit nicht mehr vermittelbar.
Die Forderung nach der Vergrößerung der in Thüringen ansässigen Firmen, um so eine Steigerung des Lohnniveaus zu erreichen, sieht Günther kritisch. "Die Annahme, dass eine reine Vergrößerung zu einem Lohnzuwachs führt, ist zu einfach betrachtet. Thüringen lebt von der Kleinteiligkeit seiner Wirtschaft und genau dieses Merkmal hat uns gut durch die Krise gebracht. Eine Steigerung des Lohnniveaus muss unser gemeinsames Ziel sein, dafür braucht es Kreativität und Anreize, jedoch keine unrealistischen Forderungen und Mindestlöhne", so Günther abschließe