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In enger Kooperation mit Wirtschaft Fachkräftenachwuchs sichern
Rubrik: PressemitteilungenGerhard Günther sieht Thüringer Arbeits- und Ausbildungsmarkt vor Umbruch
„Dem Thüringer Arbeitsmarkt steht ein durchgreifender Umbruch bevor. Das zeigt die Situation am Ausbildungsmarkt überdeutlich, es deutet sich aber auch in der Arbeitslosenstatistik an.“ Das hat der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Gerhard Günther, zur Arbeitslosenstatistik für Juni erklärt. „Das bisherige Überangebot an Arbeitskräften schlägt derzeit in einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitern um. Das wird Konsequenzen für die Löhne, den Ausbildungsmarkt und die Wanderungsbewegung haben“, ist Günther überzeugt. Kernaufgabe der Politik ist nach seinen Worten, in enger Kooperation mit den Unternehmen den Fachkräftenachwuchs zu sichern.
Unbeschadet der absehbaren Entwicklung bezeichnete Günther die mit 9,5 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote Thüringens seit 20 Jahren „als großen Erfolg, der verantwortungsbewussten Unternehmern, einer moderaten Lohnpolitik und guten politischen Rahmenbedingungen zu verdanken ist.“ Der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei jungen Erwachsenen, Älteren und Langzeitarbeitslosen zeigt nach Meinung des Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitikers, dass Potentiale zunehmend ausgeschöpft werden. Ausdrücklich begrüßte er, dass die Agentur für Arbeit sich zur Zeitarbeit als einem Instrument hinweist, das die Beschäftigungschancen Langzeitarbeitsloser fördert und den Unternehmen die erforderliche Flexibilität sichert. Knapp ein Drittel der Thüringer Arbeitslosen, etwa 36 000, sind länger als ein Jahr ohne Job. Für die Zeitarbeit müsse jedoch der Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit gelten.
Für Günther sind „bisher das vielfach niedrige Lohnniveau und der lange Jahre vorherrschende Mangel an betrieblichen Ausbildungsplätzen entscheidende Ursachen für den negativen Wanderungssaldo Thüringens. Das wird sich durch Angebot und Nachfrage ändern. Dass 6000 Jugendliche wie 2009 zur Ausbildung außer Landes gehen und nur 2300 ins Land kommen, sollte der Vergangenheit angehören“, so der Landtagsabgeordnete. Die Bildungspolitik muss sich nach seiner Überzeugung darauf konzentrieren, möglichst jeden Schüler zu einem Abschluss und zur Ausbildungsreife zu führen. „Mit der zweijährigen individuellen Schulausgangsphase an den künftigen Oberschulen will die CDU-Fraktion dafür ein passgenaues Instrument einführen“, so Günther abschließend.