Gerhard Günther - Mitglied des Thüringer Landtages

Kommende Termine

12.08, 18:00 Uhr:
20 Jahre JU Thüringen
23.07.10 11:39 Alter: 43 days

Gerhard Günther zur aktuellen Studie zu Firmeninsolvenzen

 

Liquidität sichern und Zusammenarbeit mit Kammern und Kreditinstituten ausbauen

Erfurt - "Die aktuellen Meldungen zur Zahl der Firmenpleiten in Thüringen belegen, dass die befürchteten Effekte der Wirtschafts- und Finanzkrise im Freistaat ausgeblieben sind und der Standort Thüringen bezüglich seiner Vielzahl von Instrumenten zur Liquiditätssicherung bereits sehr gut aufgestellt ist." Das sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gerhard Günther, zu der aktuellen Studie der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Demnach hat Thüringen im Vergleich der Ostbundesländer im ersten Halbjahr die geringste Quote an Firmenpleiten verbucht. Mit 40 Insolvenzen je 10 000 Firmen lag der Freistaat auch unterhalb des Bundesdurchschnitts von 46 Fällen.

"Neben einem Zuwachs im Bereich der Teilzeitbeschäftigung und der Mini-Jobs und einer hohen Beschäftigungsförderungsquote hat das Instrument der Kurzarbeit zur Stabilisierung der Unternehmens- und Beschäftigtenverhältnisse beigetragen. Was hier in steter Verantwortung für die Unternehmen und die Belegschaften geleistet wird und wurde, verdient allen Respekt", so Günther. Wenngleich die Thüringer Konjunktur langsam wieder an Fahrt aufnimmt, sei allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Thüringens sich seit Mitte 2008 verlangsame und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen verringert habe.

Die geringere Auslastung bei gleichbleibend hohen Fixkosten habe zahlreiche Betriebe in Liquiditätsschwierigkeiten gebracht. "In Zeiten eines moderaten wirtschaftlichen Aufschwungs muss deshalb das Vertrauen in unsere Unternehmer gestärkt und die Liquidität der Unternehmen weiter gesichert werden, so dass diese eine schnelle Vorfinanzierung ihrer Aufträge gewährleisten können. Auch muss das zum Erhalt der Unternehmensliquidität nötige betriebswirtschaftliche Know-how in den Thüringer Unternehmen weiter vermittelt und geschult werden", sagte der CDU-Wirtschaftspolitiker. Dies erfordere nicht nur ein umfassendes Angebot und die bessere Verquickung der Instrumente von Mikrokrediten bis hin zu Kleinstbürgschaften, sondern auch eine gute Zusammenarbeit der Unternehmer mit den Kammern und Kreditinstituten sowie eine hohe Flexibilität sämtlicher Akteure für eine unbürokratische und zügige Bedienung der Förder- und Unterstützungsanträge. Weil hier allzu oft noch Defizite verzeichnet werden, sollten die in Thüringen tätigen ehrenamtlichen Kreditmediatoren noch stärker konsultiert werden.