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Positive Resonanz auf CDU-Vorschlag zum Ausbau der Kleinkredit-Systeme
Rubrik: PressemitteilungenKleinunternehmen, Existenzgründer und Handwerk zeigen großes Interesse an dem von der CDU-Fraktion vorgeschlagenen Ausbau der Kleinkredit-Finanzierungssysteme. Das hat der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Gerhard Günther, berichtet. "Wir haben auf unseren Vorschlag von Mitte Juli ausgesprochen positive Reaktionen erhalten. Es gibt einen deutlichen Bedarf an Kleinkrediten bis zu 20 000 €, für den in Kooperation mit der Thüringer Aufbaubank möglichst bald ein entsprechender Fonds eingerichtet werden sollte", sagte Günther. Für Mikrofinanzsysteme wolle auch die Europäische Kommission mehr Geld zur Verfügung stellen.
Nach zahlreichen Gesprächen geht Günther davon aus, dass der Kreditbedarf um die 5000 € schwankt und 10 000 € kaum übersteigen dürfte. Interesse sei vor allem bei Existenzgründern vorhanden. Es gehe aber auch darum, Aufträge vorzufinanzieren und das Wachstum von kleineren Betrieben zu finanzieren, die bereits seit mehreren Jahren am Markt sind. Günther ist davon überzeugt, "dass durch die Unterstützung von Existenzgründern und Kleinbetrieben Sozialkosten in einem Umfang eingespart werden können, der die möglichen Ausfallrisiken um ein Mehrfaches übersteigt. Überdies geht es auch in der Summe um keine gewaltigen Beträge", erklärte der Wirtschaftspolitiker. Besonders wichtig ist den Antragstellern nach seinen Angaben, dass die Bearbeitung kurzfristig und unbürokratisch abläuft. Auch wenn notwendige Prüfungen vor Kreditvergaben unumgänglich sind, sollte es möglich sein, innerhalb von Tagen eine Entscheidung zu treffen. Diesbezüglich gebe es durchaus positive Erfahrungen bei Banken im Land.
Günther verwies ergänzend darauf, dass aus dem Europäischen Sozialfonds bereits heute Mittel für Mikrofinanzsysteme zur Verfügung stehen und die Europäische Kommission sich auf diesem Feld künftig noch stärker engagieren will. "Nach den Vorstellungen der Kommission sollen aus bestehenden EU-Fonds 100 Mio. € für diesen Zweck umgeschichtet werden. Mit Hilfe von Finanzinstitutionen wie etwa der Europäischen Investitionsbank könnte daraus ein Volumen von 500 Mio. € werden", erläuterte Günther. Wie er abschließend betonte, bleibt es auch mit solchen ergänzenden Instrumenten die Aufgabe der Banken, die Liquidität der Unternehmen zu sichern. Der Freistaat Thüringen habe seine Hausaufgaben durch umfangreiche Liquiditätshilfen erledigt.